bootsmann > Warum ein Landseer

Wie meine Besitzer auf den Landseer gekommen sind

Nachdem meine Besitzer über ein Jahr ohne einen Vierbeiner gelebt haben, war es an der Zeit, einen neuen Vierbeiner in die Familie aufzunehmen. Doch was für eine Rasse sollte es eigentlich sein?

Zunächst herrschte Uneinigkeit zwischen meinem Frauchen und Herrchen. Herrchen wollte einen großen Hund, Frauchen eher die kleine Variante von vier Pfoten. Also wurden diverse Züchter kleiner Rassen besucht und sich über die jeweilige Rasse erkundigt. Irgendwie war Herrchen jedes Mal nicht begeistert. Also wurde das Thema "Hund" zunächst auf Eis gelegt. Es dauerte aber nicht lange, da besuchten die Beiden die Messe "Mein Tier" in Oldenburg. Eigentlich wollten Beide die Messe wieder verlassen, man entschied sich dann doch noch, die Vorführung der Wasserrettungshundestaffel sich anzuschauen.

Und dort geschah es...

Zwischen all den Neufundis sprang ein schwarz-weißes flauschiges Wollknäuel ins Becken. Soetwas hatten Herrchen und Frauchen noch nie gesehen. Nach der Vorführung wurde sich gleich danach erkundigt. Es war ein Landseer. Zu Hause wurde umgehend der PC angeschmissen und gegoogelt (oder gebingt). Mit so einem Tier konnte sich auch Frauchen evtl. anfreunden. Obwohl: so ein Landseer ist ja wirklich groß.

Aber was soll´s. Nach diversen Recherchen im Internet wurden als nächstes Züchter ausfindig gemacht. Es wurden Dauertelefonate mit Züchtern geführt und sich ausführlich über die Rasse erkundigt bevor dann Züchter aufgesucht wurden. Hierbei sollte nochmal erwähnt werden, dass sämtliche Züchter sehr nett waren und sich die Zeit genommen haben, alle unsere Fragen zu beantworten.

Nach dem ersten Besuch bei einer Züchterin war Frauchen auch schon völlig überzeugt, es gab keine Zweifel mehr, ein Landseer sollte es sein.

Bin ich nicht niedlich wenn ich schlafe?
Bin ich nicht niedlich wenn ich schlafe?

Am 21.05.2009 erblickte ich, Goliath Bootsmann Avalon, in der Nähe von Nordenham die Welt. Zum Glück mussten meine zukünftigen Besitzer lediglich die Weser überqueren, um mich zu besuchen. Es wurde das "Mittwochsritual". Jeden Mittwoch Nachmittag erschienen die Beiden bei Karin. Nach dem zweiten Besuch waren sich Beide auch einig, dass ich es sein sollte. Ich hatte sie mit meiner zurückhaltenden aber durchaus charmanten Art beeindrucken können. Im Gegensatz zu meinen Geschwistern legte ich mich sofort schlafen, sobald meine zukünftigen Besitzer eintrafen. Mal ehrlich, die Konkurrenz war groß und ich musste die Beiden von mir überzeugen. Und wenn ich schlafe, stelle ich nun mal nichts an und das überzeugte völlig. Dann kurz aufwachen und schnell zu Frauchen eilen. Die Entscheidung war gefallen!

Am 11. August 2009 nahm mich meine neue Familie zu sich nach Hause.War das aufregend!

Was Landseerinteressenten wissen sollten...

Hier schildern meine Besitzer einige Dinge über mich, die ich ohne anwaltliche Vertretung nicht kommentieren werde.

Garten

  • Garten: Der bisher liebevoll angelegte Garten mit blühenden Pflanzen gehört mit Einzug des Welpen der Vergangenheit an.
  • Rasen: es gab einmal eine durchgehend grüne Fläche, jetzt viele kahle Stellen mit 9-Loch-Golf-Platz ohne green für Golfbälle in Fussballgröße
  • Obstbäume: Nicht nur das Obst der Bäume schmeckt sehr gut sondern auch die saftigen Zweige und der Stamm. Nach kurzem tapferem Kampf hat der Baum den Kampf verloren.
  • Stöcke: Gehören in jeden Garten. Von jedem Spaziergang muss einfach ein Stock mitgebracht werden, um ihn anschließend im Garten fachgerecht zu zerlegen. Der Rasenmäher freut sich.
  • Blumen: Sollten nur eingepflanzt werden, wenn der Landseer dieses nicht sieht. Ansonsten hilft er hinterher mit und hat die zuvor eingepflanzten Blumen freudestrahlend in der Schnauze.
  • Gartenschläuche: Sind einfach zu lang und müssen gekürzt werden. Falls sie aufgerollt sein sollten, ein Landseer kann sie abrollen und in Stücke zu 2 Metern Länge teilen.
  • Holzterrasse: Die soll aus Hartholz sein? Kann überhaupt nicht angehen, sonst hätte die obere Schicht nicht abgeschabt werden können.
  • Wasserspiel: Dient zum Trinken. Die am Wasser liegenden Steine werden überall im Garten verteilt, vor allem überall auf dem Rasen. Da freut sich der Rasenmäher erneut.

Haus:

  • Rigipswände können durchaus einmal ein Loch aufweisen.
  • Die Holztreppe bietet Abwechslung zum nicht mehr vorhandenen Obstbaum.
  • Kommode: Die Beine schmecken auch ganz gut
  • Tapete: Bei nächtlichen Träumen kann es durchaus angehen, dass der Landseer mit seinen Krallen in der Tapete hängen bleibt. Denn der Landseer schläft durchaus auf dem Rücken

Sonstiges:

  • Ein Landseer kann schnarchen, manchmal auch laut!
  • Träumen: Auch träumen kann er laut
  • Ein Landseer ist ein Langschläfer (jedenfalls unser)
  • Ein Landseer ist ein absoluter menschenbezogener Hund. Es ist selbstverständlich, dass er mit uns zusammen im Haus lebt.